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Killerspiel-Debatte: Grüne kritisieren Verbotsforderungen



Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat sich gegen ein Verbot so genannter Killerspiele ausgesprochen. Unter dem Titel “Killerspiele – eine unendliche Geschichte” wird u.a. eine sachlichere Diskussion verlangt:

“Politiker wie Frau von der Leyen verkaufen den Bürger schlicht weg für dumm, wenn sie den Eindruck erwecken, dass mit einem Verbot von so genannten Killerspielen das Problem Jugendgewalt in den Griff zu bekommen wäre”, kritisiert die Bundestagsfraktion die Vorstöße verschiedener Politiker.

Diese ignorieren zugleich, dass der Jugend- und Jugendmedienschutz in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern ausreichend sei: “Gewaltverherrlichende Computerspiele können schon jetzt verboten werden und werden es auch. Denn auch für Computer- und Konsolenspiele gelten die Bestimmungen des Paragrafen 131 des Strafgesetzbuches.”


Nach diesen Bestimmungen sind Produktion und Vertrieb von Spielen verboten, die extrem gewaltverherrlichend, rassistisch oder anderweitig verfassungswidrig sind. Schwer jugendgefährdende Computerspiele können schon jetzt indiziert werden.

Pauschale Verbote für Videospiele hält die Fraktion in Zeiten des Internets zudem als unwirksam: “Was in Deutschland verboten ist, lässt sich ohne weiteres über das Internet beschaffen. Wir wollen deshalb gute Spiele fördern, um das gewaltverherrlichende Zeug zu verdrängen.”

Ferner wird eine Versachlichung der Diskussion gefordert: “Schon der Begriff Killerspiel ist emotional besetzt und dient natürlich dazu das gesamte Genre der Ego oder First Person Shooter zu diskreditieren. Bei dieser bewusst gewählten Bezeichnung wird in Kauf genommen, dass die Spieler dieser Kampfsimulationen oder Eliminierungsspiele zumindest potenziell zu Killern gemacht werden.”





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